Drama in Bibione: Lebensrettung in letzter Sekunde am Piazzale Zenith
Ein entspannter Sonntag am Strand von Bibione endete für zwei junge Männer fast in einer Tragödie. Am helllichten Tag spielten sich am Piazzale Zenith dramatische Szenen ab. Die Wellen waren hoch, die Gefahr war real. Doch dank mutiger Helfer gab es ein glückliches Ende.
Leichtsinn trotz roter Flagge am Strand
Es war gegen 16 Uhr am Sonntagnachmittag. Die Sonne schien, doch die rote Flagge wehte deutlich sichtbar am Strand. Sie signalisiert absolutes Badeverbot. Zwei Männer aus Indien, 26 und 35 Jahre alt, ignorierten die Warnung. Sie gingen trotzdem ins Wasser. Das Problem: Beide konnten überhaupt nicht schwimmen.
Die Männer unterschätzten die Strömung komplett. Sie liefen immer weiter ins Meer hinein. Wahrscheinlich bemerkten sie die Entfernung zum Ufer gar nicht. Plötzlich verloren sie den Boden unter den Füßen. Die Tiefe überraschte sie völlig. In Sekundenschnelle brach Panik aus. Die Männer fuchtelten wild mit den Armen und schrien laut um Hilfe.
Rettung in allerletzter Sekunde
Zum Glück reagierten die Retter blitzschnell. Ein Rettungsschwimmer von Bibione Spiagge zögerte keine Sekunde. Unterstützung bekam er von Edoardo Bertani. Der 26-jährige Physiotherapeut verbrachte zufällig seinen freien Tag am Strand.
„Ich hörte plötzlich die gellenden Hilfeschreie der Badegäste“, berichtet Bertani später. Er sah die Männer sofort. Sie trieben etwa 40 Meter vom Ufer entfernt. Gemeinsam mit dem Bademeister rannte er ins Wasser. Sie schnappten sich ein Rettungsboot und ruderten schnell zu den Verunglückten. Sie zogen die Männer mit letzter Kraft an Bord und brachten sie an den Strand.
Dramatische Wiederbelebung am Ufer
Am Strand ging der Kampf um das Leben der Männer weiter. Ein Schwimmer hatte extrem viel Wasser geschluckt. Er war bereits bewusstlos und hatte Schaum vor dem Mund.
Bertani und der Bademeister handelten sofort. Sie starteten die Herzdruckmassage. Auch der Defibrillator kam zum Einsatz. Nach bangen zehn Minuten traf endlich der Notarzt ein. Der Zustand des Mannes war kritisch. Der Rettungsdienst brachte ihn sofort ins Krankenhaus. Der zweite Mann hatte mehr Glück. Er erholte sich schnell und lehnte eine Fahrt ins Krankenhaus ab. Diese Rettung zeigt wieder einmal: Das Meer ist wunderschön, aber man darf es niemals unterschätzen.
