Achtjähriger nach epileptischem Anfall vor dem Ertrinken bewahrt

Dramatische Rettung in Bibione: Achtjähriger nach epileptischem Anfall vor dem Ertrinken bewahrt

Urlaubstag endet beinahe in einer Tragödie

Ein Badeausflug in Bibione hätte für eine ungarische Familie beinahe ein tragisches Ende genommen. Ein achtjähriger Junge erlitt am Montagvormittag, dem 6. Juli, beim Baden einen epileptischen Anfall und geriet dadurch in akute Lebensgefahr.

Nur das schnelle Eingreifen zweier Rettungsschwimmer verhinderte eine Katastrophe.

Der Vorfall ereignete sich gegen 11.50 Uhr im Strandbereich von Piazzale Zenith. Zahlreiche Urlauber genossen zu diesem Zeitpunkt den sonnigen Vormittag am Meer. Niemand ahnte, dass sich wenige Augenblicke später dramatische Szenen im Wasser abspielen würden.

Rettungsschwimmer erkennen den Notfall sofort

Der Junge lief wie viele andere Kinder zum Baden ins Meer. Kurz darauf erlitt er plötzlich einen epileptischen Anfall. Er verlor die Kontrolle über seinen Körper und bekam im Wasser heftige Krämpfe.

Die beiden Rettungsschwimmer bemerkten die gefährliche Situation sofort. Ohne einen Moment zu zögern, liefen sie ins Wasser und erreichten den Jungen innerhalb weniger Sekunden.

Gemeinsam brachten sie das Kind sicher ans Ufer. Dort ließen die Krämpfe bereits nach. Der Junge begann zu husten und atmete wieder selbstständig.

Nach ersten Erkenntnissen hatte er zwar Meerwasser eingeatmet, jedoch nur eine vergleichsweise geringe Menge verschluckt.

Rettungsdienst übernimmt die weitere Versorgung

Kurz nach der Rettung traf der Rettungsdienst ein. Die Sanitäter versorgten den Jungen vor Ort und brachten ihn anschließend zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus.

Dort überprüften die Ärzte seine Lunge und überwachten seinen Gesundheitszustand. Wenig später durfte der Junge das Krankenhaus wieder verlassen.

Die Ärzte gaben den Eltern jedoch eine wichtige Empfehlung mit auf den Weg. Sie sollten die verordneten Medikamente künftig besonders sorgfältig und regelmäßig verabreichen.

Sprachbarriere erschwerte die Situation

Die Familie stammt aus Ungarn und verbringt ihren Urlaub in Bibione. Die Eltern sprechen ausschließlich Ungarisch, was die Kommunikation mit den Einsatzkräften erschwerte.

Nach ersten Informationen vermuteten die Rettungsschwimmer, dass der Junge möglicherweise eine wichtige Medikamenteneinnahme versäumt hatte. Ob dies tatsächlich den Anfall auslöste, steht jedoch bislang nicht fest.

Schnelles Handeln rettet Leben

Der Vorfall zeigt erneut, wie wichtig gut ausgebildete Rettungsschwimmer an den Stränden der Adria sind. Gerade bei medizinischen Notfällen entscheiden oft wenige Sekunden über Leben und Tod.

In Bibione arbeiten die Rettungsschwimmer eng mit dem örtlichen Gesundheitsdienst zusammen. Diese Zusammenarbeit trägt regelmäßig dazu bei, Menschen in akuten Notlagen schnell zu helfen.

Erst vor wenigen Wochen retteten Rettungsschwimmer an einem anderen Strandabschnitt der oberen Adria drei Kinder vor dem Ertrinken. Gleichzeitig erinnern die Ereignisse daran, dass trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht jeder Einsatz glücklich endet. In der vergangenen Woche kam für einen 78-jährigen Badegast nach einem Herzinfarkt im Wasser jede Hilfe zu spät.

Für den achtjährigen Jungen aus Ungarn verlief der Urlaub dagegen glimpflich. Dank der schnellen Reaktion der beiden Rettungsschwimmer konnte er seine Eltern schon kurze Zeit später wieder in die Arme schließen – ein Moment, den die Familie wohl nie vergessen wird.

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