Dreijähriger erfolgreich reanimiert

Zweiter schwerer Badeunfall in Bibione: Dreijähriger erfolgreich reanimiert

Nur einen Tag nach dem dramatischen Badeunfall eines fünfjährigen Jungen ist in Bibione erneut ein Kind in Lebensgefahr geraten. Ein drei Jahre alter Junge wurde am Dienstagvormittag im Bereich Lido del Sole aus dem Meer gerettet. Das Kind hatte einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. Dank des schnellen Eingreifens des Vaters und einer Rettungsschwimmerin konnte der Junge erfolgreich reanimiert werden. Nach dem Transport in ein Krankenhaus in Padua atmete er bereits wieder selbstständig und gilt nach aktuellem Stand als außer Lebensgefahr.

Vater bemerkt die Gefahr und ruft um Hilfe

Der Badeunfall ereignete sich am Dienstagvormittag, 4. August 2026, am Strand von Bibione Lido del Sole. Betroffen war der Bereich auf Höhe der Rettungsstation 5 bis.

Nach dem derzeit vorliegenden Bericht bemerkte der Vater des dreijährigen Kindes die gefährliche Situation und rief laut um Hilfe.

Eine diensthabende Rettungsschwimmerin reagierte sofort. Sie lief ins Meer, erreichte den Jungen und brachte ihn an den Strand.

Das Kind war nach den ersten Angaben nicht mehr ansprechbar. Zudem soll es zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand gekommen sein.

Rettungsschwimmerin beginnt sofort mit der Wiederbelebung

Noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes begann die Rettungsschwimmerin mit den lebensrettenden Maßnahmen.

Bereits nach den ersten Wiederbelebungsversuchen reagierte der Junge wieder und erlangte das Bewusstsein. Das schnelle Eingreifen dürfte entscheidend dafür gewesen sein, dass sich sein Zustand anschließend stabilisierte.

Der Suem 118 übernahm die weitere medizinische Versorgung. Zusätzlich wurde der Rettungshubschrauber von Treviso Emergenza angefordert.

Die Einsatzkräfte brachten den Jungen mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Padua. Welche Klinik das Kind aufnahm, geht aus der vorliegenden Meldung nicht hervor.

Kind atmet wieder selbstständig

Während des Transports und der weiteren Versorgung verbesserte sich der Zustand des Dreijährigen.

Bei seiner Ankunft im Krankenhaus soll das Kind bereits wieder selbstständig geatmet haben. Nach dem aktuellen Bericht befindet sich der Junge nicht mehr in unmittelbarer Lebensgefahr.

Eine offizielle Mitteilung des Krankenhauses oder der Gesundheitsbehörde zum weiteren Behandlungsverlauf liegt dem Bibione Magazin bislang nicht vor. Deshalb ist noch nicht bekannt, wie lange das Kind zur Beobachtung in der Klinik bleiben muss.

Nach einem Ertrinkungsunfall ist eine medizinische Überwachung auch dann notwendig, wenn sich die betroffene Person zunächst schnell erholt. Ärzte müssen unter anderem mögliche Folgen des Sauerstoffmangels und Probleme der Atemwege ausschließen.

Ukrainischer Junge mit seiner Familie im Urlaub

Bei dem geretteten Kind handelt es sich nach den veröffentlichten Informationen um einen drei Jahre alten Jungen ukrainischer Staatsangehörigkeit.

Weitere persönliche Angaben zur Familie wurden nicht bekannt gegeben. Da es sich um ein Kleinkind handelt, verzichtet das Bibione Magazin bewusst auf zusätzliche Details zur Identität oder Unterkunft.

Auch zum genauen Ablauf im Wasser liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor.

Es ist bislang nicht bekannt, ob sich der Junge unbemerkt von seiner Familie entfernt hatte, in einen tieferen Bereich geraten war oder aus einem anderen Grund unter Wasser geriet.

Keine vorschnellen Vorwürfe gegen die Familie

Nach einem Badeunfall mit einem Kind stellt sich schnell die Frage nach der Aufsicht. Der genaue Ablauf kann jedoch innerhalb weniger Sekunden erfolgt sein.

Im aktuellen Fall war es der Vater, der die Gefahr bemerkte, sofort um Hilfe rief und damit die Rettungskette auslöste. Die vorliegenden Informationen geben keinen Anlass, der Familie ein bestimmtes Fehlverhalten zu unterstellen.

Kleinkinder können auch im flachen Wasser innerhalb kürzester Zeit in Not geraten. Sie rufen dabei häufig nicht laut um Hilfe und schlagen nicht immer sichtbar mit den Armen.

Das italienische Gesundheitsinstitut ISS weist darauf hin, dass kleine Kinder beim Ertrinken oft weder schreien noch auffällig kämpfen. Aufgrund ihrer Körperproportionen kann ihr Kopf leicht unter Wasser geraten. Eine gefährliche Situation kann deshalb von außen zunächst ruhig und unspektakulär wirken.

Zweiter schwerer Vorfall innerhalb von zwei Tagen

Der Badeunfall ereignete sich nur einen Tag nach der dramatischen Rettung eines fünfjährigen Jungen vor dem Camping Village Il Tridente in Bibione Pineda.

Das fünfjährige Kind war am Montag, 3. August, bewusstlos aus dem Meer geborgen worden. Die Rettungsschwimmer führten über einen langen Zeitraum Wiederbelebungsmaßnahmen durch, bevor der Junge mit einem Hubschrauber in eine Klinik gebracht wurde.

Nach der aktuellen Meldung wird der Fünfjährige weiterhin in ernstem Zustand behandelt. Eine abschließende Prognose wurde noch nicht veröffentlicht.

Die beiden Vorfälle ereigneten sich zwar innerhalb kurzer Zeit und in räumlicher Nähe. Bislang gibt es aber keinen Hinweis darauf, dass sie auf dieselbe Ursache oder auf eine außergewöhnliche Gefahrenlage im Meer zurückzuführen sind.

Ruhiges Meer bedeutet nicht automatisch Sicherheit

Auch bei ruhigem Wasser können Kleinkinder in Gefahr geraten.

Der flach abfallende Strand von Bibione ist besonders bei Familien beliebt. Trotzdem kann der Meeresboden Unebenheiten aufweisen. Bereits ein kleiner Höhenunterschied kann dazu führen, dass ein Kind plötzlich nicht mehr stehen kann.

Hinzu kommen Wellen, Strömungen, aufgewirbelter Sand und die eingeschränkte Fähigkeit kleiner Kinder, sich selbstständig wieder aufzurichten.

Ein Kind kann außerdem beim Spielen stolpern oder das Gleichgewicht verlieren. Befindet sich das Gesicht anschließend unter Wasser, gelingt es ihm möglicherweise nicht, sich aus eigener Kraft aufzurichten.

Die Weltgesundheitsorganisation nennt Kinder unter fünf Jahren als besonders gefährdete Altersgruppe. Ihnen fehlen häufig noch die Fähigkeit zur Risikoeinschätzung sowie ausreichende Schwimm- und Selbstrettungsfähigkeiten. Das Risiko steigt besonders dann, wenn kein Erwachsener das Kind aktiv und aus unmittelbarer Nähe beobachtet.

Rettungsschwimmerin verhindert vermutlich eine Tragödie

Der aktuelle Vorfall zeigt erneut die Bedeutung bewachter Strandabschnitte.

Die Rettungsschwimmerin konnte unmittelbar auf die Hilferufe des Vaters reagieren, den Jungen aus dem Meer holen und ohne Verzögerung mit der Wiederbelebung beginnen.

Das italienische Gesundheitsministerium empfiehlt ausdrücklich, zum Baden möglichst Strandbereiche mit einem aktiven Rettungsdienst zu wählen. Die Anwesenheit ausgebildeter Rettungsschwimmer reduziert das Risiko und verkürzt bei einem Notfall die Zeit bis zur professionellen Hilfe.

Ein bewachter Strand kann einen Unfall allerdings nicht vollständig verhindern. Rettungsschwimmer überwachen große Bereiche und zahlreiche Badegäste gleichzeitig. Die unmittelbare Aufsicht über kleine Kinder bleibt deshalb bei den Eltern oder Begleitpersonen.

Kleine Kinder immer in Griffweite begleiten

Bei einem drei Jahre alten Kind genügt es nicht, vom Liegestuhl aus regelmäßig in Richtung Wasser zu schauen.

Die betreuende Person sollte sich direkt beim Kind befinden und sofort zugreifen können. Besonders im Meer kann bereits ein Abstand von wenigen Metern zu groß sein.

Das italienische Gesundheitsministerium empfiehlt, Kinder an Stränden und in der Nähe anderer Gewässer niemals unbeaufsichtigt zu lassen – auch nicht für ein kurzes Telefonat, einen Kaffee oder ein Gespräch. Nach den Angaben des Ministeriums sterben in Italien durchschnittlich 16 Kinder bis 14 Jahre pro Jahr im Zusammenhang mit solchen Ablenkungsmomenten.

Schwimmflügel, Schwimmreifen und aufblasbare Tiere ersetzen keine Aufsicht. Sie können verrutschen, Luft verlieren oder durch Wind und Strömung vom Ufer weggetrieben werden.

Auch Kinder, die bereits erste Schwimmbewegungen beherrschen, sollten im Meer nicht allein gelassen werden.

So erkennt man einen möglichen Ertrinkungsnotfall

Ertrinken sieht häufig anders aus, als es in Filmen dargestellt wird. Betroffene haben meist keine Kraft, laut zu rufen oder sichtbar mit den Armen zu winken.

Bei einem Kind können folgende Anzeichen auf eine akute Gefahr hindeuten:

  • Der Kopf befindet sich sehr tief im Wasser.
  • Der Mund taucht wiederholt unter.
  • Das Kind bewegt sich plötzlich nicht mehr.
  • Der Blick wirkt starr oder abwesend.
  • Das Kind versucht, sich senkrecht zu halten, kommt aber nicht vorwärts.
  • Nach lebhaftem Spielen tritt plötzlich auffällige Ruhe ein.

Bei jedem Zweifel sollte sofort reagiert werden. Lieber wird ein Kind einmal zu früh aus dem Wasser geholt als wenige Sekunden zu spät.

Was Urlauber im Notfall tun sollten

Wer eine regungslose Person im Wasser entdeckt, sollte unverzüglich die Rettungsschwimmer alarmieren und den europäischen Notruf 112 wählen. Die Nummer ist in der gesamten Europäischen Union kostenlos über Mobil- und Festnetztelefone erreichbar.

Ungeübte Personen sollten bei einer Rettung nicht ihr eigenes Leben gefährden. Bei stärkerer Strömung oder größerer Entfernung zum Ufer ist es sicherer, einen Rettungsschwimmer zu alarmieren und nach verfügbaren Rettungsmitteln zu suchen.

Nach der Bergung müssen Bewusstsein und Atmung kontrolliert werden. Atmet das Kind nicht normal, muss sofort mit der Wiederbelebung begonnen werden. Die Notrufzentrale kann die Ersthelfer telefonisch anleiten.

Das Telefon sollte auf Lautsprecher gestellt werden, damit die Hände für die Wiederbelebung frei bleiben.

Auch nach schneller Erholung ärztlich untersuchen lassen

Ein Kind benötigt nach einem ernsthaften Zwischenfall im Wasser immer eine medizinische Abklärung.

Das gilt auch dann, wenn es wieder selbstständig atmet, spricht oder scheinbar zu seinem normalen Verhalten zurückkehrt. Die Einsatzkräfte entscheiden anhand des Zustands, ob eine Beobachtung im Krankenhaus erforderlich ist.

Im aktuellen Fall erfolgte wegen des vorausgegangenen Herz-Kreislauf-Stillstands ein dringender Transport per Rettungshubschrauber nach Padua.

Dass der Dreijährige bei seiner Ankunft bereits wieder selbstständig atmete und nach dem aktuellen Bericht außer Lebensgefahr ist, stellt eine ausgesprochen positive Entwicklung dar.

Glücklicher Ausgang nach dramatischen Minuten

Der Badeunfall von Lido del Sole hätte tragisch enden können.

Der Vater erkannte die Gefahr und rief sofort um Hilfe. Die Rettungsschwimmerin reagierte ohne Verzögerung, holte das Kind aus dem Meer und begann mit der Wiederbelebung. Anschließend setzte der Suem 118 die Versorgung fort und organisierte den schnellen Transport nach Padua.

Der Vorfall zeigt, wie entscheidend eine funktionierende Rettungskette ist. Er erinnert zugleich daran, dass Kleinkinder am Wasser ohne Unterbrechung und aus nächster Nähe beaufsichtigt werden müssen.

Stand: 4. August 2026, 13 Uhr

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