Italien führt Maut-Erstattung ein

Geld zurück bei Autobahn-Stau: Italien führt Maut-Erstattung ein

Ein Sommerurlaub in Italien verspricht Sonne, Strand und gutes Essen. Doch die Anreise auf den Autobahnen endet oft im Frust. Kilometerlange Staus rauben Urlaubern regelmäßig die Nerven. Besonders Baustellen bremsen den Verkehrsfluss immer wieder aus.

Jetzt gibt es eine gute Nachricht für Autofahrer. Italien führt eine neue Regelung für die Autobahnmaut ein. Ab dem 1. Juni 2026 erhalten Autofahrer unter bestimmten Bedingungen ihr Geld zurück. Das gilt bei schweren Verzögerungen durch Baustellen. Doch die Sache hat einen Haken. Reisende müssen einige Hürden überwinden.

Wann gibt es Geld zurück?

Die neue Verordnung der italienischen Verkehrsregulierungsbehörde regelt die Erstattung genau. Ein Anspruch besteht nur bei Staus durch geplante Baustellen. Die Höhe der Rückzahlung richtet sich nach der Wartezeit.

Steht man zwischen 60 und 119 Minuten im Stau, gibt es 50 Prozent zurück. Bei einer Wartezeit von bis zu drei Stunden steigt der Betrag auf 75 Prozent. Wer mehr als drei Stunden verliert, zahlt gar nichts. Der Betreiber erstattet dann die komplette Maut.

Auch die Streckenlänge spielt eine wichtige Rolle für das Geld. Auf kurzen Strecken unter 30 Kilometern gibt es immer eine Erstattung. Bei Strecken bis 50 Kilometer müssen Autofahrer mindestens zehn Minuten im Stau stehen. Bei noch längeren Fahrten sind mindestens 15 Minuten Verzögerung nötig.

Die großen Ausnahmen im System

Die neue Regelung klingt auf den ersten Blick hervorragend. Leider gibt es in der Praxis viele Ausnahmen. Bei unvorhersehbaren Ereignissen gibt es kein Geld zurück. Dazu gehören Unfälle, plötzliche Unwetter oder Rettungseinsätze.

Auch sogenannte Notfallbaustellen sind von der Erstattung ausgeschlossen. Das gleiche gilt für mobile Baustellen wie Mäharbeiten oder Reinigungen. In der ersten Phase gilt die Regelung zudem nur für Streckenabschnitte eines einzelnen Betreibers. Erst ab Dezember 2026 kommen Strecken mit mehreren Betreibern hinzu.

Bürokratie-Frust für ausländische Urlauber

Für Touristen aus Österreich oder Deutschland ist der Antrag oft kompliziert. Eigentlich soll die Erstattung über ein digitales System laufen. Ein Algorithmus vergleicht die echte Fahrzeit mit der geplanten Zeit.

Die Betreiber bieten dafür spezielle Apps und Portale an. Für die Registrierung verlangen einige Anbieter aber eine italienische Steuernummer. Das stellt ausländische Autofahrer vor eine große Hürde.

Glücklicherweise gibt es eine Alternative für Urlauber. Man kann den Antrag auch ohne Registrierung per E-Mail einreichen. Dafür scannt man einfach den Zahlungsbeleg an der Mautstation ein. Diese Quittung lässt sich ab vier Stunden nach der Ausfahrt hochladen. Die Betreiber zahlen Beträge ab einem Euro aus. Konsumentenschützer raten daher, alle Belege der Reise gut aufzubewahren.

Alle Informationen zur Mauterstattung sind auf der offiziellen Webseite zu finden: WEBSEITE AUTOSTRADE

Zeit sparen mit der Mautbox

Um längere Staus an den Mautstationen zu umgehen, empfehlen wir eine Mautbox zu nutzen. Über unseren Partner Maut1 können diese Mautboxen bestellt werden. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Mit der Mautbox darf man die gelbe Spur vor den Mautstationen nutzen. Diese beginnen oft einen Kilometer vor der Mautstation. Damit kann man bequem den Stau umfahren. Des weiteren entfällt der lästige Papierkram und die Suche nach Kleingeld oder der passenden Karte hat auch ein Ende. Die geringen Kosten und der minimale Aufschlag auf die Mautgebühr von 5 % macht sich im Urlaubsbudget kaum bemerkbar. Der enorme Zeitvorteil jedoch schon.

Einen ausführlichen Artikel über die Mautbox haben wir hier veröffentlicht: https://jesolo-magazin.com/am-stau-vorbei-mit-der-mautbox/

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